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Berliner Sonntagsspaziergänge
Wenn du als Berliner deine eigene Stadt besser kennenlernen möchtest, oder allein oder mit kleiner Gruppe nach Berlin kommst, dann hast du ab sofort wieder die Möglichkeit, Dich bei meinen offenen Touren anzuschließen.
Wann:
Immer am 1. Sonntag im Monat, 14:00 Uhr
Was erwartet Dich?
Zwei Stunden historische Deep Dives, Hintergründe, spannende Perspektiven und Aha-Momente. Wir entdecken gemeinsam die Geschichten hinter den Fassaden, die in keinem Reiseführer stehen!
Was kostet's?
€ 20,00 pro Person, € 10,00 für unter 18jährige, € 15,00 pro Person bei vorheriger Anmeldung ab 5 Personen
Wie melde ich mich/uns an?
Ganz einfach über das Kontaktformular, über eine Direktnachricht bei Instagram oder per E-Mail.

Nächste Berliner Sonntagsspaziergänge
Ostersonntag
05.04.2026
Treffpunkt: Eiergasse
Jüdisches Berlin 1 - Vom Nikolaiviertel zur Neuen Synagoge
Wir starten wir dort, wo die Geschichte der jüdischen Gemeinde von Berlin begann: am Rande des heutigen Nikolaiviertels. Die wechselvolle Geschichte des Berliner Judentums entrollt sich in ihrem ganzen Facettenreichtum vom Mittelalter bis in die Neuzeit als ein reiches Kapitel Berliner Kulturgeschichte. Über den Alexanderplatz und durch die Rosenstraße passieren wir das lange verrufene Scheunenviertel und gelangen schließlich in die gutbürgerliche Spandauer Vorstadt. Beide zusammen bildeten seit dem frühen 18. Jahrhundert das Zentrum des "jüdischen Berlin". Dabei waren beide von Anfang an zumindest in religiöser Hinsicht kunterbunt. Nicht umsonst war die Große Hamburger Straße auch immer als "Straße der Toleranz" bekannt. Nach dem Bruch durch den zweiten Weltkrieg wird heute vielerorts an diese Tradition wieder angeknüpft.

Sonntag
03.05.2026
Treffpunkt: U Wittenbergplatz Mittelstreifen vor KaDeWe
City West: "Ich hab so Heimweh nach dem Kurfürstendamm..."
Als das stolze, eigenständige Charlottenburg 1920 nach Berlin eingemeindet wurde, bekam die ein neues, quicklebendiges, gutbürgerliches Zentrum, das heute als "City West" bekannt ist. Ein diametraler Gegensatz zur alten Mitte! Aus dem von Spargelbeeten gesäumten Reitweg "Kurfürstendamm" war da schon eine Prachtstraße nach dem Vorbild der Pariser Champs Elysées geworden, aus der königlichen Fasanerie der artenreichste Zoo der Welt. Immer wieder mußte die City West sich neu erfinden - und hat doch nie ihre Seele verloren. Entdecke mit mir die Geschichten der Menschen, die hier ihre Spuren hinterließen und lass uns der Gedächtniskirche ihre Geheimnisse entlocken...

Sonntag
07.06.2026
Treffpunkt: Platz der Republik/Scheidemannstraße
Regierungsviertel: So hast du Politik noch nie gesehen...
Bei dieser Tour durch das Regierungsviertel beschäftigen wir uns nur am Rande mit der Architektur, sondern widmen uns den Fragen, die mir bei meinen politischen Touren von den Gästen am häufigsten gestellt werden: Warum sind im Bundestag eigentlich immer so viele leere Plätze? Wie läuft das mit den Abstimmungen? Was hat es mit der Immunität auf sich und was bedeutet eigentlich rechts und links? (Nein, es geht nicht nur um die Sitzordnung!) Wie ist das, wenn man als Abgeordnete*r erstmals in den Bundestag gewählt wird? Was muss man mitbringen – und worauf ist man höchstwahrscheinlich nicht vorbereitet? Wer sitzt wann, wo und warum, wer schläft gerne im Büro und wer fährt heimlich mit dem E-Scooter von A nach B?

Berliner Sonntagsspeziergänge im Sommer
Sonntag
05.07.
Klosterviertel: Lust auf ein Stückchen "unentdecktes" Berlin?
1237, oder? Oder??? Dieses Jahr galt seit jeher als der Beginn von Berlin. Ganz zufällig fand man kürzlich heraus, dass die Stadt noch ein ganzes Stück älter ist und wir unsere frühe Geschichte nochmal ein wenig umschreiben dürfen. Das Klosterviertel liegt versteckt und doch vor aller Augen im Stadtzentrum von Berlin. Es erzählt uns von den beiden kleinen Dörfern im brandenburgischen Sumpf, die sich mehr schlecht als recht durch ihre bescheidenen Anfangsjahre kämpften – und wie daraus schließlich doch noch eine blühende Stadt geworden ist. Was hatte Religion damit zu tun, was Bildung und wie kam beides zusammen? Was waren die Erfolgsfaktoren für das kleine Doppel-Städtchen? Von dort kommen wir durch das Nikolaiviertel über die älteste Brücke von Berlin zum neuen Archäologiemuseum „Petri“, dass diese holperigen Anfänge der Stadt noch einmal ganz neu greifbar macht. (Der Rundgang startet ausnahmsweise schon um 11:00 Uhr und ist so getimt, das du anschließend noch einen Kaffee trinken und das Petri besuchen kannst. Um 14:00 Uhr gibt es dort eine offene Museumsführung.

Sonntag
02.08.
Historische Mitte: Mit offenen Augen durch Schinkels Berlin
„in jedem Winkel steht ein Schinkel“ – und es ist wirklich erstaunlich, was dieser Ausnahmekünstler in seinen nur etwa 30 Jahren als Architekt uns allein in Berlin und Potsdam hinterlassen hat. Wir nehmen heute seine Bauten in der historischen Mitte unter die Lupe – die, die noch stehen – aber auch das, was verloren gegangen ist oder nur geplant, aber nie gebaut wurde. Vom Lustgarten führt der Weg einmal „ab durch die Mitte“ bis zum Gendarmenmarkt. Dabei entdecken wir nicht nur sein architektonisches Werk, sondern auch eine rastlose, facettenreiche Künstlerpersönlichkeit.

Sonntag
05.09.
Bernauer Straße: Träume von Freiheit im Schatten der Mauer
"Glück ist, wenn man lebendig über die Grenze kommt!" - Diese Definition kursierte als makabrer Witz unter Bürgern der DDR - und drückt doch zugleich die schiere Unmöglichkeit aus, die immer stärker perfektionierten Grenzanlagen zu überwinden. Während es - zumindest für manche Bürger - zunehmend Möglichkeiten gab, legale Reisegenehmigungen zu erhalten, hatten die vielen, deren Antrag abgelehnt wurde, praktisch keine Chance, die DDR zu verlassen.
Halsbrecherische Fluchtversuche durch Tunnels, im selbstgenähten Ballon, schwimmend oder mit einem beherzten Sprung in die Tiefe: in der Bernauer Straße spüren wir den Menschen nach, die es dennoch versucht haben. Was waren die Beweggründe, ihr Leben zu riskieren, oft auch noch das ihrer Familie? Ihre Geschichten zeugen von einem Mut der Verzweiflung, der manchmal belohnt wurde, oft aber auch tödlich endete. Hier bekommen die Opfer ein Gesicht und die Namen ihre Biografie zurück - manchmal sogar noch nach dem Mauerfall.

